Wenn du von deinem Server E-Mails verschickst, ist ein PTR-Record kein Detail, sondern Pflicht. Empfangende Mailserver prüfen, ob deine IP einen passenden Reverse-DNS-Eintrag hat, und lehnen sonst gern ab oder sortieren in den Spam. Bei ComputeBox setzt du den PTR direkt im Panel. Diese Anleitung zeigt, wie das sauber zusammenspielt.
6 minEinsteigerGetestet auf ComputeBox PanelAktualisiert 2026-06-17
Kurzfassung
Forward-DNS (A/AAAA) auf einen Hostnamen setzen, denselben Hostnamen als PTR im Panel unter Networking eintragen, mit dig -x prüfen.
Ein normaler DNS-Eintrag löst einen Namen zu einer IP auf, zum Beispiel mail.example.com zu 91.108.80.108. Ein PTR-Record macht das Umgekehrte: er löst die IP zurück zu einem Namen auf. Mailserver nutzen das als Echtheitsprüfung. Wichtig ist, dass beide Richtungen zusammenpassen, der PTR zeigt auf einen Hostnamen, und dieser Hostname zeigt per A- oder AAAA-Record wieder auf dieselbe IP. Das nennt sich Forward-confirmed Reverse DNS.
Öffne im Panel den Reiter Networking. Dort stehen deine IPv4 und dein IPv6-Netz, jeweils mit einem PTR-Button. Klick bei der IPv4 auf PTR und trag genau den Hostnamen ein, den du eben angelegt hast:
Verschickst du Mail über IPv6, setz den PTR auch für die konkrete IPv6-Adresse, von der dein Mailserver sendet. Du bekommst ein ganzes /64-Netz, der PTR gehört auf die tatsächlich genutzte Adresse, nicht auf das ganze Netz.
Reverse DNS kann ein paar Minuten brauchen. Prüf danach von deinem Rechner aus:
Die Ausgabe sollte deinen Hostnamen zeigen:
Stimmt der Name, ist der PTR aktiv. Ohne dig geht auch host 91.108.80.108.
Port 25 für Mailversand
Der ausgehende Port 25 ist bei ComputeBox standardmäßig gesperrt. Für einen eigenen Mailserver schalten wir ihn nach einer kurzen Prüfung pro Server frei, eröffne dafür einfach ein Ticket. Die Ports 465 und 587 sind offen.
Nein. Für Web, APIs oder Datenbanken ist ein PTR nicht nötig. Pflicht wird er vor allem, sobald du selbst E-Mails verschickst.
Was passiert ohne passenden PTR beim Mailversand?
Viele empfangende Server lehnen Mail von IPs ohne gültigen Reverse-DNS-Eintrag ab oder stufen sie als Spam ein. Ein passender PTR ist eine der Grundvoraussetzungen für Zustellbarkeit.
Muss der PTR exakt zur Forward-DNS passen?
Ja, das ist der Sinn. Der PTR zeigt auf einen Hostnamen, und dieser Hostname muss per A- oder AAAA-Record auf dieselbe IP zurückzeigen.